Schlemmertour ins Elsass Montag, Aug 21 2006 

Unser erster längerer Urlaub zu dritt. Intensiv geplant und mit Liebe zum Detail ausgeschmückt, hat die Reise uns schon vor Antritt begeistert. Patrick hat ausgehend von unseren vorherigen Besuchen im Elsass eine Route entlang der Weinstrasse geplant, die es uns ermöglicht, viel zu besichtigen und vor allem die wunderbare Küche und die Weine zu probieren. Damit ihr auch was davon habt, schreib ich einfach mal soweit die Erinnerung es zulässt, alles auf, was wir so schnabuliert haben.

Gut ausgeruht fuhren wir am Sonntag (06.08.) in Richtung Strassburg los. Windeln, Hipp-Gläschen, eine Tüte voller Spielzeug und eine Menge Kartenmaterial waren verpackt, das Wetter ließ zu wünschen übrig, aber die Autobahn war relativ leer und somit unsere Fahrt recht ruhig. Kurz vor Kehl haben wir uns mit Marcus und Andrea getroffen und weiter gings Richtung Frankreich.

Um uns für die grosse Besichtigungstour zu stärken und weil der kleine Mann schon Mittagszeit hatte, sind wir erst einmal eingekehrt und haben zünftig gegessen:

  • Presskopf mit Salat
  • Salat Nizza
  • Flammkuechle
  • Zwiebelkuchen

Anschließend haben wir (wieder einmal) das Strassburger Münster mit seiner tollen astronomischen Uhr bestaunt. Das Liebfrauenmünster in Straßburg ist ein römisch-katholisches Gotteshaus und gehört zu den großen Kathedralen der europäischen Architekturgeschichte. Einmalig anzuschauen. Wenn man ein bißchen Geduld hat, findet sich garantiert auch ein Tourist, der den erforderlichen Betrag einwirft, damit die Uhr angestrahlt wird und in aller Pracht zu sehen ist.

Danach sind wir noch ein bißchen durch Strassburg geschlendert, bevor wir uns auf den Weg nach Obernai zum Hotel „A la Cour d’Alsace“ gemacht haben. Leider gabs diesmal nicht die Hochzeitssuite, die wirklich sehr schnuckelig ist, aber das Zimmer war trotzdem sehr schön. Noch besser war aber unser Abendessen im Restaurant „La Cour des Tanneurs“ mit

  • Pfifferlingen bzw. Gänseleberpaste und Gänseleberterrine
  • Dorade
  • Käse

Dazu gabs einen Pinot Gris Kirchberg. Sehr lecker und sehr zur Nachahmung empfohlen. Da Christoph ins Bett mußte, hatten wir uns dann in die Hotelbar verzogen, leider ohne die Begeisterung des Hotelpersonals damit zu wecken. Schließlich wollten wir nicht nur sitzen, sondern waren auch noch so anspruchsvoll, einen Drink zu verlangen. Das Frühstück hat den fehlenden Enthusiasmus am Abend wettgemacht und wir brachen gestärkt auf in Richtung Andlau (07.08.).

Sitzt, wackelt und hat Luft. Freitag, Aug 18 2006 

Das bin ich. Seit zwei Wochen klappt es und ich finde es prima. So kann ich in Ruhe mein Babyfon untersuchen, meine Bücher anschauen, Spielzeug aus der Kiste ausräumen oder mir auch mal lautstark mit den Armen schwingend Luft machen. Klappt alles prima.

Wasser marsch. Mittwoch, Aug 2 2006 

Immer Sonntags gehen wir zu dritt zum Schwimmen in das Freizeitbad Düsselstrand. In ein extra Becken für Babys mit wunderbar vielen Spielsachen. Zuerst wird ein bißchen durchs Wasser gepaddelt, aber dann darf ich auf die Matte und mit den Bällen, Enten oder Delphinen spielen.

Schwankt ganz schön und ich vergess immer wieder, dass der Rand allzu schnell da ist. Sicherer ist es da schon im Schwimmring. Man kann gemütlich paddeln, dabei seinen Kopf auf den Ring legen und ein bißchen Wasser aus dem Becken schlürfen.

Oder man lässt sich von Papa durchs Becken ziehen.

Und ab dem nächsten Mal kann ich sogar mit eigener Badehose auftrumpfen.

Vooorwärts! Dienstag, Aug 1 2006 

Es hat ja einige Zeit gedauert, aber endlich klappt es. Das mit dem Vorwärtskommen meine ich natürlich.

Zuerst dachte ich, es reicht, wenn ich mich mit den Armen abdrücke, aber das ging leider nach hinten los. Mama mußte mich ständig irgendwo wieder rausziehen, weil ich festgesteckt habe.

Obwohl ich schon ziemlich perfekt rollend an alle Gegenstände gekommen bin,

suchte ich nach einer schnelleren Fortbewegungsmöglichkeit. Sich mit den Armen vorwärtsziehen klappte nur, wenn ich mich an der Unterlage festkrallen konnte. Geht bei uns zu Hause fast gar nicht. Aber dann kamen meine Beine ins Spiel. Zuerst hab ich mich immer an dem Gitterstäben im Laufgitter abgedrückt.

Mich davor gelegt und dann kräftig die Beine dagegen gestemmt. Hintern hoch und auf einmal mußte der Bauch weiter nach vorn. Das hat dann nach kurzer Zeit auch ohne Gitterstäbe geklappt. Füsse in den Boden stemmen, Hintern hoch und nach vorne rutschen. Mama nannte mich nur noch “kleine Raupe“. Ich frag mich, warum? Was ist eine Raupe? Egal. Robben ist super.

ABER: ich konnte nur die Gegenstände betasten, die direkt vor mir auf dem Boden lagen. Alles weiter oben schien unerreichbar. Irgendwie musste es doch eine Etage höher gehen?

Mit den Armen konnte ich mich ja vorher schon gut hochdrücken, aber die Beine waren schwieriger als gedacht. Zuerst einmal muss man sie unter den Bauch bringen und dann nach oben drücken. Puuuuh. Ich hab ne Weile gebraucht. Aber dann hat es geklappt.

Nur bin ich erstmal weiterhin gerobbt. Denn wie sollte das nur gehen mit dem krabbeln? Ständig fällt man um. Auf vier Punkten zu stehen ist ja schon schwer, aber auf dreien??? Habt ihr das mal probiert? Mittlerweile habe ich meinen Gleichgewichtssinn gestärkt. Ob das Babyschwimmen geholfen hat … Mama und Papa sind sich da sehr sicher … naja und jetzt kann ich geschwind wie der Wind überall hin und vor allem auch nach oben. Aber seht selbst: