Es schüttet. Seit Montag ist es wolkenverhangen, grau und trüb. Ich fühle mich immer heimischer, denn das kommt, abgesehen von der Schwüle, dem Düsseldorfer Wetter schon sehr nah.  Damit fällt jedoch für uns der Hong Kong Park mit all seinen Attraktionen aus. Also habe ich mich entschlossen, die hiesigen Kinderläden zu erkunden. Auf Empfehlung von Patrick “Da ist angeblich ein ganz großer Laden direkt über dem Shanghai Tang in Central.” steigen wir in die MTR (U-Bahn) und fahren nach Central. Eine der größten Stationen mit mehr als 10 verschiedenen Ausgängen und es braucht ein wenig bis ich den richtigen gefunden habe, der uns direkt in die Pedder Street zum Pedder Building führt. Leider habe ich genau den Ausgang erwischt, der keinen Fahrstuhl hat, aber es ist stets eine helfende Hand da, die mit mir den Kinderwagen hochträgt und dann schnell noch zum Abschied Christoph über die Haare streicht. Am Eingang vom Pedder Building bin ich ein wenig verwirrt, denn nichts deutet darauf hin, dass hier Geschäfte insbesondere gesuchter Kinderladen ist, außer der stete Fluss von Mamas, beladen mit Kindern, Taschen und Beuteln. Ich marschiere einfach hinter den Damen hinterher, rein in den Fahrstuhl und dann geht es in die fünfte Etage. Angekommen im Spielzeugparadies. Was von außen unscheinbar ist, entpuppt sich als Fundgrube für Christoph. Es gibt ein wenig von allem. Kleidung, Babynahrung, Schwimmwindeln (die ich überall schon gesucht hatte), Kinderwagen, Betten und eine Unmenge von Spielzeug. Leider nicht wie ich gehofft hatte zum günstigen China-Einkaufspreis. Vertreten sind überwiegend amerikanische und australische Marken, die zwar in China produzieren, jedoch preislich leider nicht mit Tchibo Spielzeug mithalten können. Nichtsdestotrotz lasse ich mich breitschlagen, Christoph ein paar Töpfe und Kochgeräte zu kaufen, in der Hoffnung, meine Töpfe wieder für mich zu haben. Eine Schippe, groß wie Christoph, wandert auch noch in den Einkaufswagen und dann bugsiere ich mein Kind in Richtung Kasse und Ausgang. Für diesmal reicht es. Zu Hause beginnt sofort eine Kochorgie; ich bin jedoch trotzdem wieder alle meine Töpfe und Pfannen los.